Einander zuhören – Stadt-(Ge)Schichten

Listening to each other - Layers of narratives

Einander zuhören – Stadt-(Ge)Schichten is a project that invites artists, researchers and students to examin the relation between city residents and their urban environment. The ongoing project is being developed together with Goethe-Institut Athens and Fonés in in the frame of a locative media project with noTours and a sound cartography of Athens, creating interactive and site specific sound-narratives for a series of sound walks in the city.

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Workshops in Essen

Soundmapping an der Folkwang Universität der Kunste

Sunday 16 February 2014, by Geert Vermeire

Das Projekt an der Folkwang Universität der Künste Essen startete im Februar unter besonderen Bedingungen. Die Studenten der Folkwang Uni hatten bereits mit Klängen gearbeitet und diese geformt und übersetzt. Außerdem sind sie als Kommunikationsdesignstudenten den Umgang mit neuen Medien und Gestaltung gewohnt.

Nach einer Einführung in die aktuellen Mikrofon-und Aufnahmetechniken legten wird die Stadtpläne von Dresden, Athen und Essen übereinander und markierten die Eckpunkte, an denen sich die Straßen aller drei Städte kreuzten. Diese Punkte miteinander verbunden ergaben eine Linie an der entlang sich die Teilnehmer für drei Tage Geräusche sammelten und zu ersten kleineren Tonkompositionen verarbeiteten. In jedem Treffen wurden sowohl Konzepte der Tonarbeit (z.B. Räume schaffen, Staffelung, ...) besprochen als auch über die Ergebnisse diskutiert.

Von Anfang an war der Wunsch groß, das Projekt noch über den eigentlichen Internetauftritt und die Soundmap von Essen hinaus in die reale Welt zu bringen. Wenn Klang Städte verändern soll, muss dieser auch möglichst barrierefrei zugänglich sein.
Zunächst hatten wir an QR-Codes im Sinn, die optisch aufbereitet auch Nutzer von Smartphones zu dem Projekt leiten sollten. Dann dachten wir an einen noch direkteren und vor allem klanglicherem Zugang. In der Ausbildung der Studenten besteht ein Teil darin aus Elektronischen Bauteilen kleine Objekte mit Sensoren und Ein-und Ausgabewegen (akustisch oder optisch) zu bauen. Und in kleine Kunstobjekte zu verwandeln.

In den letzten Wochen arbeiteten wir an Möglichkeiten direkt im Stadtbild mit Klängen zu intervenieren. Jeder Teilnehmer hat sich einen Ort im Stadtbild gesucht, den er in klanglicher Hinsicht verändern möchte. Je nach Ort und Art werden sowohl Klänge, Töne als auch Inhalte recherchiert und vor Ort ausprobiert. In einem weiteren Schritt werden teilweise bereits schon kleine sehr billig herzustellende Schaltungen hergestellt die vor Ort mittels Batterie und oder Solarzelle selber Klänge erzeugen können bzw. vorhandene Klänge aufnehmen, verändern und wiedergeben können. Diese können dann sowohl mit diversen Sensoren (zum Beispiel Lichtschranken etc.) als auch direkt vom Audioeingangssignal gesteuert werden.

Ziel ist es bei diesem Teilprojekt Klangobjekte herzustellen und Klangverbreitungsformen zu finden, die schnell und billig ersetzt werden können und die ohne viel Aufwand an die gewählten Orte angebracht werden können. Die Dokumentation über die Reaktionen der Passanten als auch über den Verfall bzw. die Entwendung dieser Klangobjekte sind ebenfalls ein großer Teil dieser Etappe.

Mit der Beschäftigung an einem bestimmten Ort mit der Stadt und dem Leben in der Stadt, entstehen dann in den Köpfen der Teilnehmer wiederum Geschichten und Klangwelten, die sie wiederum befähigt noch genauere Soundscapes herzustellen.
Diese können dann in eine Soundmap integriert werden kann, auf die (so soll ein weiterer Schritt sein) direkt in der Stadt mit Hilfe jedes beliebigen Smartphones per QR-Code zugegriffen werden kann.

Essen workshops at flickr